Warum Sie einen Zufalls-PIN-Generator verwenden sollten
Ihr PIN-Code schützt Ihr Bankkonto, Ihr Telefon und unzählige andere Geräte. Studien zeigen jedoch, dass fast 27 % aller PINs mit nur 20 Kombinationen erraten werden können. Der Grund? Menschen sind schrecklich darin, Zufallszahlen zu generieren.
Die häufigsten PINs (vermeiden Sie diese!)
Untersuchungen, die Millionen geleakter PIN-Datenbanken analysieren, offenbaren alarmierende Muster:
Top 10 der häufigsten 4-stelligen PINs:
1234 (10,7 %) · 1111 (6,0 %) · 0000 (1,9 %) · 1212 (1,2 %) · 7777 (0,7 %)
1004 (0,6 %) · 2000 (0,6 %) · 4444 (0,5 %) · 2222 (0,5 %) · 6969 (0,5 %)
Wenn Ihre PIN auf dieser Liste steht, ändern Sie sie sofort. Ein Angreifer, der nur diese 10 Kombinationen versucht, hat eine Chance von 23 %, richtig zu raten.
Warum von Menschen gewählte PINs schwach sind
- Geburtstags-Bias – PINs, die mit 19 oder 20 (Jahre) und 01-12 (Monate) beginnen, sind deutlich überrepräsentiert.
- Musterpräferenz – Sequenzen (1234, 5678), Wiederholungen (1111, 7777) und visuelle Muster auf Tastaturen sind üblich.
- Kulturelle Bedeutung – Glückszahlen, Vorwahlen und kulturell bedeutsame Zahlen schaffen vorhersehbare Entscheidungen.
- Kognitive Abkürzungen – Unser Gehirn ist darauf programmiert, einfache, einprägsame Muster gegenüber wirklich zufälligen Sequenzen zu bevorzugen.
Die Sicherheitsmathematik
Eine 4-stellige PIN bietet 10.000 mögliche Kombinationen. Theoretisch beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angreifer richtig rät, 0,01 %. Aber wenn Menschen ihre eigenen PINs wählen, sinkt die effektive Sicherheit dramatisch:
- Von Menschen gewählte 4-stellige PIN: ~100–200 effektive Kombinationen (Angreifer probiert zuerst gängige aus)
- Zufällige 4-stellige PIN: Volle 10.000 Kombinationen
- Zufällige 6-stellige PIN: 1.000.000 Kombinationen
- Zufällige 8-stellige PIN: 100.000.000 Kombinationen
Wann längere PINs verwendet werden sollten
Während 4-stellige PINs Standard für Geldautomaten und physische Geräte sind (die nach fehlgeschlagenen Versuchen gesperrt werden), profitieren digitale Dienste oft von längeren Codes:
- Telefon entsperren – Verwenden Sie mehr als 6 Ziffern. Ihr Telefon wird nach einigen Versuchen auf allen Geräten nicht dauerhaft gesperrt.
- App-PINs – Banking- und Sicherheits-Apps sollten 6-8-stellige PINs verwenden.
- Voicemail – Oft vergessen, schützen Voicemail-PINs vertrauliche Nachrichten. Verwenden Sie mindestens 6 Ziffern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der am häufigsten verwendete PIN-Code?
Die häufigste PIN ist 1234 und wird von fast 11 % aller Menschen verwendet. Weitere äußerst häufige PINs sind 1111, 0000, 1212 und 7777. Zusammen machen die Top-20-PINs etwa 27 % aller verwendeten PINs aus.
Ist eine 4-stellige PIN sicher genug?
Eine zufällige 4-stellige PIN bietet 10.000 mögliche Kombinationen. Dies ist für physische Geräte mit Sperrrichtlinien (wie Geldautomaten) ausreichend, für digitale Dienste, bei denen Brute-Force-Angriffe einfacher sind, sollten Sie jedoch 6- bis 8-stellige PINs in Betracht ziehen.
Soll ich meinen Geburtstag als PIN verwenden?
Niemals. Geburtstags-PINs gehören zu den ersten Kombinationen, die Angreifer versuchen. Persönliche Daten sind über soziale Medien und öffentliche Aufzeichnungen leicht auffindbar. Verwenden Sie immer eine zufällig generierte PIN.
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